Lane

Wie bei jeder Band floss auch bei dieser Combo erst einmal literweise Schweiß an den Wänden ihres Proberaums herunter. Mit der Gesinnung von Bands wie Def Leppard, Bon Jovi und AC/DC im Rücken, will die Lane – Crew um Dirk Licht, Teo Todorov, Andy Sauer und Mike Kramer unbedingt ins Rampenlicht!

Vor rund zehn Jahren haben sie das erste Demo aufgenommen. Diese Aufnahme wird im Bekanntenkreis verteilt und zieht plötzlich Kreise. Das Resultat ist das Debüt DICED, das in Eigenleistung 2007 erscheint und in Co-Produktion mit dem Ex-Kingdom-Come-Gitarristen Oliver Kießner aufgenommen wurde. Dann folgten die üblichen Ochsentouren durch die Clubs und Konzertsäle der Republik. Von der örtlichen Presse werden Lane schon mal als Lokalmatadoren bezeichnet, aber mit vielen kleinen Schritten mausert sich die Band langsam zu etwas Größerem. Sie wollen kein ewiger Geheimtipp bleiben. Nach Zeiten des Müßiggangs markiert das Jahr 2013 einen Wendepunkt in der Bandgeschichte. Bei einem Contest in Ludwigshafen gewinnen die Rocker aus Bad Hersfeld nicht nur in drei von vier Hardrock-Kategorien den ersten Platz, sie erhalten auch den begehrten Zuschauerpreis. Dirk Licht, der bei Lane für die Lead-Vocals zuständig ist und die Gitarrenarbeit von Teo Todorov ebenfalls sechssaitig unterstützt, relativiert diesen Gig. Denn dieser Moment war schnell vorbei: „Eine Minute aufbauen, drei Minuten Auftritt und eine Minute abbauen – da vergeht die Zeit natürlich wie im Fluge. Ehe du merkst, dass du auf der Bühne bist, ist die Sache auch schon wieder vorbei.“.

Auch innerhalb der Band gab es schon mal ein paar Hürden zu bewältigen. Die Positionen an den Keyboards und Drums waren in letzter Zeit nicht besonders beständig besetzt, jedoch soll auch das zukünftig ändern. Ihr letztes Album Supernatural war schon ein gewaltiger Schritt in die Richtige Richtung und kann &über ihre Website bestellt werden. Die Musiker servieren mit diesem Longplayer eine vielseitige Packung Hardrock, seitdem lautet das Motto Burn the Nite Out. Die Rhythmus-Sektion überzeugt mit solider Arbeit, Keyboards und Gitarren liefern sich dazu im Call – Response-Verfahren viele Duelle. Er erinnert mit seiner Whisky-Röhre schon mal an Udo Dirkschneider oder den Whitesnake-Fronter David Coverdale. Beim Song Fear etwa bringt er den Lebenskampf zwischen Angst und Tod auf eine superbe Formel. Stücke dieser Kragenweite sollten in der Rock-Disko zwischen Aerosmith und Skid Row laufen. Denn da gehören sie hin.